Dernière modification : 16 mai 2018 à 14:25

La localité d'Olingen

Der Name "Olingen"

Die Geschichts- und Etymologieforscher sind sich nicht einig, was Herkunft und Sinn des Namens "Olingen" angehen. Für die einen kommt Olingen, früher "Oldinga", vom keltischen "alt", was soviel wie "Bach" heißt. Das Dorf, wo Fischbach, Aselbach und Lauschbach in die Syr münden, würde also "Bachdorf" heißen. Für die anderen jedoch kommt der Name vom angelsächsischen "old" und heißt soviel wie "Altdorf". Der Name wandelte sich im Laufe der Zeit von Oldinga über Oldingin (1193), Oildingen (1430), Olien (1570) und Ullinger (1738) zu Olingen.

 

Der Ursprung des Dorfes

Das Syrtal war schon frühzeitig besiedelt. Die Anwesenheit der ersten Bewohner ist nicht mit absoluter Sicherheit zu datieren. Studien haben jedoch ergeben, dass die frühen fränkischen Siedlungsnamen auf –ingen enden. Der Ursprung des Dorfes könnte also in das Besiedlungsstadium der älteren Merowingerzeit, um 600 nach Christus, fallen.
Die erste Urkunde, die das Bestehen von Olingen bestätigt, ist aus dem Jahre 1040. 1096 erscheint der Name des Thiefridus de Oldinga in der Schenkungsurkunde der Villa Gleichingen an das Kloster von Echternach. Die Kirchen von Olingen und Betzdorf erscheinen in einer Besitzbestätigung, die Papst Innonenz II im Jahr 1140 für die Trierer Benediktinerabtei ausstellte. Olingen gehörte zum Pfarrbezirk Betzdorf, der zum Landkapitel Mersch gehörte, sowie zum Patronatsverband der Maximiner Benediktiner aus Trier. Die Trierer Abtei und der Erzbischof in Trier machten sich über Jahrhunderte Kompetenz-, Patronats- und Zehntrechte strittig.

 

Das Streben nach Unabhängigkeit

Olingen gehörte also zum Pfarrbezirk Betzdorf mit Berg, Eschweiler, Hagelsdorf und Wecker. Doch zählten einige Häuser von Olingen zur Pfarrei Roodt/Syr. Allerdings waren die Einwohner nie glücklich mit dieser Situation und bemühten sich fast 100 Jahre, um unabhängig zu werden. Nachdem das Dorf kurz zu Rodenborn gehörte (1808), dann zur Kaplanei erhoben wurde (1827), später zur eigenen Pfarrei im Dekanat Betzdorf (1844), wurde es 1874 staatlich anerkannte Pfarrei. Die Pfarrkirche wurde zwischen 1838 und 1842 errichtet.
        

Das 20.Jahrhundert

Die Gemeinderatssitzungen fanden von 1900 bis Oktober 1902 in Berg statt und vom 13. November 1902 bis zum 31. Dezember 1908 in Olingen. Ab 1909 wurden die Sitzungen in Roodt abgehalten. 1950 mahlte die Olinger Bannmühle, die seit dem 13. Jahrhundert an der Mündung der "Roudemerbaach" und der Syr stand, und  während des zweiten Weltkrieges zu einer Art Zufluchtsstätte und zum geheimen Resistenzort wurde, zum letzten Mal. Bis zu ihrem Abriss im Jahre 1990 sollte sie das Ortsbild prägen. 1974 weicht das alte Schulhaus dem neuen Festsaal. Olingen kannte in den letzten 30 Jahren gleich 3 große Überschwemmungen: Mai 1979, Juli 1987 und Dezember 1993.
         
Kurisoses: 
"De leschte Wollef"

In Olingen, am Eingang zum Wald am Ort "Kiem" wurde am 24. April 1893 der letzte Wolf des Großherzogtums von einem Herrn Eduard Wolff erschossen.​
An besagter Stelle steht eine Gedenktafel, leider hat sich ein Fehler bei der Jahreszahl eingeschlichen, dort ist das Jahr 1892 vermerkt.

"Le dernier loup du Grand-Duché, pour lequel une prime ait été encaissée, a été tué en battue le 24 avril 1893, au lieu-dit Kiem, à l'entrée du bois d'Olingen, par Eduard Wolff." (aus dem Buch "Histoire des loups dans les deux Luxembourg" von Marie-Hélène Delguste-Van der Kaa, éd. 2003.


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