Schuldiger gesucht?
Gründe für den aktuellen Klimawandel

„Menschliche Aktivitäten verändern in zunehmendem Maße das Klima der Erde.

Diese Effekte kommen zu den natürlichen Einflüssen, die sich im Verlauf der Erdgeschichte manifestiert haben, hinzu."

(The American Geophysical Union)

 

Der Wandel des Klimas und die damit verbundene Veränderung der Umwelt- und Lebensbedingungen auf unserem Planeten werden -und in diesem Punkt ist sich die Wissenschaft einig- zu mindestens durch den rasant wachsenden Energiebedarfs des Menschen verstärkt. Durch die im späten 19. Jahrhundert einsetzende industrielle Revolution und den seither wachsenden Konsumbedarf kommt es zu einer relativ abrupten Freisetzung von klimawirksamen Gasen wie Methan, FCKW, Kohlendioxid, Ozon oder Lachgas. Insbesonders Kohlendioxidemissionen (CO2) führen in unserer Atmosphäre zu dem sog. Treibhauseffekt und einem Anstieg der mittleren Globaltemperaturen: in konstanten Mengen führen Treibhausgase ähnlich wie in einem Gewächsaus zur Bündelung der eintretende Solarenergie und damit zum Anstieg der durchschnittlichen Temperatur bis zu einem bestimmten Niveau. Dieser Treibhauseffekt ist also an sich nicht problematisch; im Gegenteil, seine Existenz hat erst dazu geführt, dass die Temperatur auf dem Planeten relativ gemäßigt ist. Durch den jüngsten Anstieg des Kohldioxidanstiegs durch Industrie, Mobilität, Landwirtschaft und private Energieverbräuche gerät der konstante CO2-Haushalt in der Atmosphäre jedoch aus dem Gleichgewicht. Die Folgen sind klar: Die Abkühlung ins Weltall wird zunehmend unterbunden, so dass es zu einem weiteren Anstieg der Temperaturen in der Atmosphäre kommt. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht ein weitreichender Konsens darüber, dass bei einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf < 2° C im Vergleich zu vorindustriellen Werten eine gefährliche Beeinflussung des Klimasystems durch den Menschen gerade noch vermieden werden kann. Eine Überschreitung dieser Grenze würde zu eine unkontrollierbaren Wandel des Klimas führen. Wetterextreme würden ein gefährliches und kaum zu bewältigendes Maß annehmen und die wirtschaftlichen Kosten unvertretbar hoch ansteigen lassen.

 

Abbildung 1 verdeutlicht die Klimawechsel der letzten 350.000 Jahre. Die blaue Linie markiert den Verlauf der Zu- oder Abnahme der Temperatur. Die grüne Linie zeigt den Verlauf der CO2 Konzentration in der Atmosphäre. Aus der Grafik wird zum einen deutlich, dass es eine Korrelation zw. CO2 Gehalt und Temperatur besteht und, dass die CO2 Konzentration in den letzten 350.000 Jahren mir einer Amplitude von 100 ppm relativ konstant blieb. Seit den letzten 1-2 Jahrhunderten steigt die Konzentration jedoch abrupt an. Dieser Anstieg (rote Linie) ist auf anthropogene Prozesse zurückzuführen. Quelle: Rahmstorf, S. et.al. (2004). Cosmic rays, carbon dioxide and climate.

 

Klimaveränderung heute?

Der Anstieg der mittleren Globaltemperatur, des Meeresspiegels sowie des sich damit verändernden Salzgehaltes der Meere führt zu einer deutlichen Veränderung des Weltklimas. In Luxemburg ist nach jetzigen Modellberechnungen in den nächsten einhundert Jahren mit (Referenzzeitraum: 1961-1990) steigenden Durchschnittstemperaturen von 8,1°C auf 11,2°C, häufigeren Hitzewellen oder Hitzeperioden mit deutlich mehr Sommertagen (Maximaltemperatur über 25°C), deutlich geringeren Niederschläge im Sommer, jedoch vermehrt mit winterlichem Niederschlag zur rechnen. Zudem nehmen die Starkregenereignisse, sowie das Auftreten von starken Stürmen, voraussichtlich ganzjährig deutlich zu.​
 

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